Die Spritpreis-Runde des neuen Jahres hat längst begonnen. Und wer darauf gehofft hat, dass 2011 sinkende Spritpreise im Trend lägen, der dürfte eine herbe Enttäuschung erlebt haben. Die ersten Tage des neuen Jahres begannen ebenso, wie die letzten des alten Jahres endeten. Auch die Experten aus der Wirtschaft gehen davon aus, dass eine Besserung der Spritpreise nicht in Sicht ist. Sollte sie dennoch kommen, ist sie bis dato nicht erkennbar. Es könnte zwar durchaus passieren, dass sich das Ganze wieder etwas entspannt, eine dauerhafte Senkung der Spritpreise ist jedoch kaum zu erwarten.

Hohe Spritpreise gehen alle an

Hohe Spritpreise sind aber nicht nur ein Ärgernis für die Autofahrer, die täglich zur Arbeit pendeln müssen. Genauso belasten die Spritpreise die nationale und internationale Wirtschaft. Dadurch, dass diese immer weiter ansteigen, müssen Speditionen oder auch Paketdienstleister ihre Preise anziehen. Langfristig führt dies dazu, dass selbst Firmen, die versandkostenfreie Lieferungen anbieten, diese Mehrbelastungen auf die Preise der Waren aufschlagen müssen. Somit zahlt letztlich der Verbraucher ebenfalls mehr, wenngleich die Wirtschaft zum großen Teil versucht, die Mehrkosten selbst aufzufangen, was aber nicht immer möglich sein dürfte.

Ein großes Problem bei steigenden Spritpreisen liegt ebenfalls darin, dass manche Firma nicht in der Lage ist, diese Mehrbelastungen zu kompensieren. Es muss an anderer Stelle gespart werden, was wiederum auf die Sicherheit der Fahrer Auswirkungen haben kann. Ebenfalls kann es sein, dass gewisse Services nicht mehr angeboten werden können, weil die Kosten dafür nicht mehr zu tragen sind. Für die Arbeitnehmer winken Lohnkürzungen oder aber es fallen soziale Leistungen weg, wie das Weihnachtsgeld oder vermögenswirksame Leistungen.

Spritpreise steigen und Entspannung ist nicht in Sicht

Auch in diesem Jahr werden die Spritpreise wieder steigen, wenn man den Experten glauben mag. Eine Entspannung ist nicht in Sicht, was vor allem an der steigenden Nachfrage nach Sprit liegen dürfte. Denn in den großen Industrienationen, sowie in den aufstrebenden Ländern China, Russland, Brasilien und Indien werden immer mehr Autos zugelassen. Da diese aber wiederum Sprit benötigen, um am Straßenverkehr teilnehmen zu können, steigt die Nachfrage nach dem ohnehin schon knappen Gut. So können die Mineralölkonzerne ihre Preise weiter nach oben treiben. Auch die Regierungen, die Ökosteuern und Co. verlangen, bereichern sich an der steigenden Nachfrage nach Sprit deutlich.

Für den Verbraucher oder auch die Unternehmen, die Waren und Güter auf den Straßen transportieren müssen, bleibt also kaum eine Chance, sich gegen diese ständigen Steigerungen der Spritpreise zur Wehr zu setzen. Sie müssen vielmehr die Problematik aussitzen und nach immer neuen Möglichkeiten suchen, wie die Preissteigerungen kompensiert werden können. Im privaten Bereich macht es beispielsweise Sinn, an einem Spritsparkurs teilzunehmen, bei dem das vorausschauende Fahren gelehrt wird. In der Wirtschaft hingegen wird man zunehmend auf andere Transportmittel setzen müssen, um langfristig gegen die enormen Spritpreise anzukommen.

Foto: © Nelost / pixelio.de

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