Der Wettbewerb im Bereich Möbel & Wohnen wird immer stärker. Schon seit Jahren kann man beobachten, wie mit Rabattschlachten, Geschenkewochen, Jubiläen und vielem mehr geworben wird. Ziel des Ganzen ist es, die Kunden für sich zu gewinnen und so die eigenen Umsätze zu steigern. Wie groß der Wettbewerb ist, zeigen die vielen Rabattschlachten und Preisgarantien, bei denen sogar günstigere Angebote der Konkurrenz umgesetzt werden, um die Kunden zu halten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man Wohnwände
, Betten, Kleiderschränke oder Tische sucht.
Die Rabattschlachten zeigen aber auch eines sehr deutlich: Die Margen im Möbelhandel sind enorm hoch, denn sonst wären Rabatte von 30 bis 50 Prozent, die oft genug auch durch entsprechendes Verhandeln möglich werden, gar nicht drin. Für den Verbraucher heißt dies: Augen auf beim Möbelkauf, denn mit geschickten Verhandlungen lässt sich jede Menge Geld sparen.
Prinzipien der Rabattschlachten
Genauer betrachtet, ergibt sich ein einheitliches Bild: Egal, wohin man in Deutschland schaut, an fast jeder Ecke befindet sich ein anderes Möbelhaus. Sieht man sich das Sortiment genauer an, vertreiben viele der Händler dieselben Produkte. Ob es nun eine moderne Wohnwand, ein klassisches Sofa, ein nostalgisches Bett oder ein Raumteiler ist, vertreten sind fast immer dieselben Marken. Die Preise variieren in der Regel kaum. Oft wird auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers verwiesen.
Schlaue Verbraucher setzen sich nun hin und handeln mit den Verkäufern. Die kostenfreie Anlieferung, der gratis Aufbau oder die Entsorgung der alten Möbel sind Preisnachlässe, die selbst ungeübten Feilschern schnell gelingen werden. Geht es um echte Preisnachlässe, muss man schon etwas härter verhandeln.
Auch sollte man sich von aktuellen und zeitlich befristeten Rabattaktionen nicht täuschen lassen. Denn oft genug wurden hierfür zuvor die Preise erhöht. Ein gut informierter Verbraucher sollte deshalb darauf achten, welche Preise vor einer entsprechenden Aktion galten und diese mit den Preisen innerhalb der Aktion vergleichen. Auch lässt sich in diesen Fällen oft noch weiter verhandeln, man muss nur hartnäckig genug bleiben.
Preiskampf zeichnet sich in allen Branchen ab
Der steigende Preiskampf zeichnet sich mittlerweile aber nicht mehr nur im Möbelhandel ab, sondern auch alle anderen Branchen stehen in einem stetig schärfer werdenden Wettbewerb. Die Wirtschaft muss, trotz langsam aufkommender Hoffnung nach den vergangenen Krisenjahren, erst wieder voll an Fahrt gewinnen. Und bis es soweit ist, bleibt es wohl, wie es ist und war: Der Preiskampf geht weiter, um auch die letzten kleineren Anbieter, die bei einem solchen nicht mithalten zu können, vom Markt zu verdrängen.
Für den Verbraucher sind diese Probleme aus der Wirtschaft natürlich von Vorteil. Langfristig gesehen werden immer weitere Preisschlachten jedoch die Wirtschaft insgesamt eher schädigen, als den Wettbewerb in vernünftige Bahnen zu lenken. Aus diesem Grund sollten auch Verbraucher ihr Kaufverhalten überdenken. Sicher ist es sinnvoll, Geld zu sparen. Allerdings sollte dies nicht auf Kosten der Qualität gehen, was langfristig aber zu erwarten ist. Denn niedrige Preise und bestmögliche Qualität lassen sich nur in den seltensten Fällen vereinen. Überdies ist zu bedenken, dass hohe Qualität nun einmal ihren Preis hat, das Bett vom Schreiner wird mit Sicherheit teurer ausfallen, als die industriell hergestellten Möbel.
Foto: ©RainerSturm / pixelio.de