Es ist wieder einmal so weit: Die Deutsche Bahn und ihre Lokführer streiken. Der Arbeitskampf ist seit Mitte Februar in Gange und soll durchsetzen, dass alle Lokführer die gleichen Gehälter erhalten, unabhängig davon, ob sie bei der Deutschen Bahn oder aber bei einem privaten Anbieter beschäftigt sind. Allerdings wehren sich die Arbeitgeber dagegen, die Verhandlungen, die noch im Januar durchgeführt wurden, wieder aufzunehmen. Diese Verhandlungen wurden von der Gewerkschaft als gescheitert angesehen und dementsprechend die Streiks eingeleitet.
Nah-, Fern- und Güterverkehr betroffen
Für die Streiks wurden die Lokführer der Deutschen Bahn, aber auch privater Bahnunternehmen aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Bestreikt wurden nicht nur Nahverkehr, sondern genauso Fern- und Güterverkehr. Schließlich ist es das Ziel der Gewerkschaft, für alle Lokführer, egal, in welchem Bereich sie agieren, die gleichen Löhne und Gehälter durchzusetzen. Diese Streiks wirken sich natürlich erneut auf die Wirtschaft aus.
Insbesondere die Unternehmen, die eine Just-in-time-Produktion nutzen, sind oftmals abhängig von der pünktlichen Anlieferung der Rohstoffe durch die Deutsche Bahn. Werden diese nicht rechtzeitig geliefert, gerät die gesamte Produktion ins Stocken. Darüber hinaus kann es hierbei zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden kommen, da viele Unternehmen Vertragsstrafen zahlen müssen, können sie nicht pünktlich liefern. Durch die Streiks bei der Deutschen Bahn, insbesondere im Güterverkehr, müssen diese Firmen einen hohen Aufwand betreiben, um die Lieferung umzudisponieren. Hierbei kommen dann LKW in Frage, die allerdings sehr kurzfristig zur Verfügung stehen müssen. Dadurch kommt es einerseits zu Mehrkosten für die Unternehmen im Bereich Transport, andererseits wird auch die Umwelt wieder stärker belastet.
Die wirtschaftlichen Schäden, die die Streiks der Deutschen Bahn hervorrufen, sind also keinesfalls zu unterschätzen und sollten durchaus ernst genommen werden. Ebenso können diese entstehen, wenn Dienstreisen mit dem Zug unternommen werden sollen, die Fahrkarten bereits gekauft und alles organisiert wurde. Sobald der Lokführer streikt, muss schnellstmöglich ein Wagen beschafft und die Dienstreise mit diesem unternommen werden. Das bringt allerdings oft deutlich spätere Ankunftszeiten, als geplant mit sich, die wiederum zu Problemen in der Wirtschaft führen können.
Unternehmen müssen frühzeitig reagieren
Unternehmen sollten von daher möglichst frühzeitig reagieren, wenn es darum geht, Alternativen für die Bahn zu finden. Meist werden die Streiks bereits einige Wochen im Voraus angedroht. So bleibt Unternehmen oft noch Zeit, ihre Lagerbestände aufzufüllen oder Dienstreisen anders zu planen. Dies ist notwendig, um nicht von einem Streik überrascht zu werden. Problematisch ist es allerdings, wenn ein Streik erst am Abend vorher bekannt gegeben wird. In diesem Fall bleibt keine Chance mehr, Alternativen zu suchen. Lediglich der ungefähre Streikzeitraum wird im Vorfeld angekündigt und diese Ankündigungen sollten auch die Unternehmen ernst nehmen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.
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